Pacific Coast Highway erfahren

Einmal Kalifornien am Rande des Pazifiks regelrecht erfahren – diese Erfahrung macht der California Highway 1 möglich. Nördlich von San Diego beginnt er und reicht bis über San Francisco hinaus.

Auch wir nutzen diese Verbindung, um uns entlang der Küste nach Norden zu schlängeln – und es lohnt sich! Zwischen San Diego und Los Angeles durchqueren wir auf dem Highway viele kleine und größere Ortschaften, die sich bei strahlendem Sonnenschein natürlich von ihrer besten Seite zeigen. Newport haben wir zum Ziel unseres Mittagsstopps erkoren, hier wollen wir auf der Balboa-Halbinsel ein wenig am Strand verweilen.

Wir folgen also den Schildern zum Strand auf einen gebührenpflichtigen Parkplatz. Wie gewohnt blockieren wir mit dem Camper vier Stellplätze. Gerade, als wir noch überlegen, ob wir für alle vier Plätze oder nur für einen zahlen sollen (oder es darauf ankommen lassen, und gar nicht zahlen), hält ein Mitarbeiter des städtischen Parkplatzkontrollamtes bei uns an und erklärt sehr freundlich, dass wir doch bitte für vier Plätze zahlen sollten. Wir könnten aber auch weiter zur Balboa Pier fahren – dort gebe es wesentlich größere Stellplätze, so dass wir nur für zwei zahlen müssten. Netter Hinweis, den wir gleich in die Tat umsetzen. Zwar lösen wir letzten Endes nur einen Platz für 3,80 Dollar (denn das Ticket wird für das Kennzeichen gelöst, keine Ahnung, wie man zwei lösen soll), aber das scheint ok zu sein. Zumindest grüßt der nette Beamte vom Parkplatz vorhin bei seiner Kontrollfahrt…

Die Stunden am Pazifik bei herrlichem Wetter lohnen sich auch, so dass wir entspannt weiter in Richtung LA fahren. Kurz vor Long Beach müssen wir dann auf die Interstate nach Pasadena, um hier einen Amerikaner mit Grafschafter Wurzeln zu treffen. Tags drauf über die Autobahn geht’s aber zurück an die Küste – diesmal nach Venice mit dem „Muskelstrand„, auf dem wir aber irgendwie das Open-Air-Fitness-und-Sehen-und-Gesehen-werden-Studio verpasst haben!? Dafür hat der Wind wieder merklich aufgefrischt, und wir ziehen uns dick an. Keine Ahnung, wie es einige Damen im Bikini aushalten!

Der Highway 1 führt uns weiter nach Malibu, unserem nächsten Übernachtungsstopp. Von der Durchfahrt vermutet man gar nicht, dass hier die berühmte Serie „Baywatch“ spielen soll, besteht Malibu doch fast nur aus der Küstenstraße und Häusern links und rechts. Aber wenn ich richtig informiert bin, sollen viele Strandszenen sowieso nicht hier gedreht worden sein.

Der Weg nach Norden führt uns weiter entlang an tollen Sandstränden und inzwischen auch einigen felsigen Abschnitten. In Santa Barbara machen wir wieder Halt, genießen ein Mittagessen auf der Stearns Wharf und ein paar Stunden am Strand.

Der nächste Stopp in Pismo Beach erinnert an unsere USA-Reise von 2009, auf der wir in umgekehrter Richtung ebenso in dieser Stadt eine Zwischenstation eingelegt hatten.

Ab jetzt müssen wir leider den Highway 1 verlassen: Die Februarstürme hatten der Straße mit einigen Felsrutschen ordentlich zugesetzt, und bei Big Sur ist sogar eine Brücke unbefahrbar geworden. Also weichen wir bis Santa Cruz auf den Highway 101 aus, der uns dafür durch flauschig wirkende Berge führt, durch riesige Weinanbaugebiete und fast noch größere Beerenfelder. Wieder ein Genuss für die Augen.

Von Santa Cruz aus geht’s durch bis nach San Francisco – die Steilhänge werden immer schroffer. Viele Kitesurfer nutzen den starken Wind und die coole Brandung an den zwischendurch liegenden Stränden aus. Und plötzlich biegt der Highway ab von der Küste, und wir blicken auf ein Häusermeer: San Francisco, wir sind da!

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