Familienzoo?

Im Yellowstone Nationalpark haben wir keine Bären gesehen. Das erzähle ich auch dem deutschstämmigen Amerikaner, den ich durch Zufall in der Nähe von Custer auf dem Campingplatz kennenlerne. Sofort zückt er sein Handy (äh, nein, eher das seiner Frau) und zeigt mir die Bilder von seinem letzten Ausflug. Die beiden waren nämlich im „Bear Country„, einem Zoo zum Durchfahren, vielleicht vergleichbar als kleinere Ausgabe des Serengeti-Parks in Deutschland. Hier sollen über 80 Braun- und Schwarzbären leben, die nicht mehr auswilderbar seien. Auf einem großen Gelände hätten sie es besser als in einem kleinen Zoogehege.

Da das „Bear Country“ direkt auf unserem Weg in Richtung Osten liegt, machen wir den kleinen Abstecher. Neben den Bären gibt es hier auch Elche, Hirscharten, Wölfe, Büffel und kleinere Tiere.

Die Fahrt durch den „Zoo“ gestaltet sich recht unspektakulär. Die Tiere zeigen sich recht desinteressiert an uns, umgekehrt zeigen die Kinder eine ungleich größere Freude. Das Bärengehege ist in der Tat sehr großzügig, und endlich sehen wir die Tiere, die uns in Yellowstone verwehrt geblieben sind. Noch eben bei den Büffeln vorbei – und das war’s.

Nein, doch nicht, es gibt noch einen kleineren Teil zum Durchlaufen. In Standardgehegen werden hier Biber, Rotfüchse und anderes Kleingetier gehalten. Kein Vergleich zu unserem liebevoll gestalteten Tierpark in Nordhorn. Spannend wiederum sind die Bärenkinder. Wir fragen uns, wie lange die wohl von ihrer Mutter gesäugt wurden?

Fazit: Kann man machen, muss man aber nicht. Als Auffangstation für arme Tier sehr schön, als Zoo bleibt bei uns Laien ein ungutes Gefühl zurück.

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