Stippvisite auf der Reisemesse

Sie: „Auf der ABF haben sie in diesem Jahr den Schwerpunkt USA. Ich wollte Sie noch fragen, ob ich Ihnen Infos mitbringen soll?“ – Ich: „A, B, was?“ – Mit dieser Frage hatte sie mich auf dem falschen Fuß erwischt. Worum geht’s?

Meine Sekretärin ist selbst begeisterte Wohnmobil-Urlauberin, und die „Auto, Boot, Freizeit“ oder „abf Messe für aktive Freizeit„, wie die Ausstellung inzwischen heißt, ist ihr jährliches Pflichtprogramm. Auch in diesem Jahr hat die Veranstaltung wieder ihre Zelte in den Hallen der Messe Hannover aufgeschlagen. Ein eigenes Themenspecial „USA“ mit umfangreichem Programm war ebenfalls geplant.

Es war Donnerstag, der 2. Februar 2017, und sie wollte am Samstag hin. Ein Blick auf die Uhr, in den Kalender. „Wie praktisch“, dachte ich, war ich doch am Tag darauf sowieso wegen einer Verbandssitzung in Hannover. Kurzfristig entschied ich mich, meine Rückfahrt ein paar Stunden nach hinten zu verlegen, und am Freitag, dem 3. Februar, nachmittags des Messe einen Besuch abzustatten.

Es stellte sich heraus, dass an einem großen Gemeinschaftsstand viele Anbieter von USA-Reisen vertreten waren und mit ein umfangreiches Informationsangebot darbieten konnten. Interessiert lauschte ich dem Bildvortrag „Highway Junkie – Mitten durch Amerika“ von Dirk Rohrbach, der von seiner Fahrradreise von der Ost- zur Westküste berichtete. Viel spannender als der Vortrag war allerdings auch das sich anschließende Gespräch, in dem er mir ein paar gute Tipps für unsere anstehende Reise geben konnte.

Der folgende Vortrag zog mich fast noch mehr in seinen Bann: „Südstaatenflair in Louisiana“ klingt erstmal nach Reiseprospekt, aber Karen Gilsdorf von der Wiechmann Tourism Service verstand es, Begeisterung für die Land und Leute entlang des Mississippis zu entfachen. Auch mit ihr kam ich im Anschluss noch ins Gespräch; sie gab viele tolle Tipps, speziell auch zu New Orleans. Als sie mitbekam, dass wir mit kleinen Kindern reisen werden, hatte sie sofort Ideen für die Kleinen in petto. Ich zeigte ihr – Onedrive sei dank – einige alte Fotos meines Großvaters, die ich New Orleans zugeordnet hatte. Obwohl die Bilder 60 Jahre alt waren, konnte sie mir sofort sagen, welche Ecke in der Jazzmetropole auf dem jeweiligen Bild zu sehen war.

An Frau Gilsdorf ging dann auch die Frage, die ich selbst bei der Recherche zu den Beiträgen meines Großvaters nicht beantworten konnte. Am 21.03.1957 schreibt aus dem 10. Stock des „Hotel New Orleans“. Wo ist dieses Hotel, wie heißt es heute? Nur kurz nach der Messe hat Karen Gilsdorf ihre Kontakte spielen lassen und folgendes herausgefunden:

Canal Street, New Orleans

In the 1830s, several hotels on Canal Street near the river were in operation, including the Union Hotel and the Planters Hotel. Although most of the grand 19th-century hotels were located in the French Quarter, the Perry House was on Canal Street.

By the 1920s a growth was seen in the number of hotels on Canal Street. These included the LaSalle Hotel, the Hotel New Orleans, and the Jung Hotel with its rooftop ballroom.

The Hotel New Orleans, located on 1300 canal street. Redeveloped: Clarion Inn & Suites – A stay at Clarion Inn & Suites New Orleans places you in the heart of New Orleans, minutes from Basin St. Station Visitor Information Cultural Center and Mercedes-Benz Superdome. This hotel is within close proximity of Mahalia Jackson Theater for the Performing Arts and Congo Square.

Redeveloped: Hotel 504

Na bitte! Und vielen Dank auch!

Aber die Messe hat neben vielen, vielen Prospekten noch eine wichtige Erkenntnis zutage gefördert: Mit dem gemieteten Wohnmobil bei Roadbear haben wir genau die richtige Entscheidung getroffen. Denn Roadbear soll „der beste“ Wohnmobil-Anbieter in den Vereinigten Staaten sein, und wenn der Preis sogar noch wie in unserem Fall unter dem der Konkurrenz El Monte liegt, haben wir alles richtig gemacht!

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