Das erste Mal… Essen gehen!

Beim Essen gehen müssen wir uns in den USA an andere Sitten als in Deutschland gewöhnen. Zunächst einmal bleiben wir an einem Schild stehen, das uns darauf hinweist, dass wir bitte warten mögen, bis uns von einer Servicekraft ein Tisch zugewiesen wird.

Kaum sitzen wir, kommt der für uns zuständige Kellner (oder Kellnerin) und stellt sich direkt mit seinem Namen vor. Oft bekommen wir sofort einen Becher Eiswasser (ja, meistens wird in stabilen Mehrweg-Plastikbechern statt in Gläsern serviert) und etwas Brot gereicht. Die Getränkewünsche (neben dem Wasser) werden aufgenommen und zügig serviert. Häufig sind es Refill-Getränke, so dass man soviel trinken kann, wie man will – aufgefüllt wird durch den Kellner automatisch.

Auch die Essenwünsche werden freundlich entgegen genommen, Sonderwünsche sind in der Regel kein Problem. Auch das Essen wird rasch geliefert. Während der Nahrungsaufnahme erfolgt fast immer die Nachfrage, ob alles zu unserer Zufriedenheit ist.

Wenn der letzte aufgegessen hat, kommt unser Kellner, räumt die Teller ab und fragt nach einem weiteren Wunsch. Wird der nicht geäußert, ist die Rechnung binnen weniger Minuten auf dem Tisch.

Bezahlt wird entweder beim Kellner oder an einer zentralen Kasse am Ausgang. Der Kellner bekommt – abhängig von unserer Zufriedenheit – ein ordentliches Trinkgeld, denn das ist sein Lohn. Das erklärt auch seine Eile bei allen seinen Tätigkeiten, denn je schneller wir den Tisch räumen, desto schneller kann er neue Gäste empfangen, die ihm hoffentlich wieder ein ordentliches Trinkgeld zahlen. Praktischerweise ist auf vielen Rechnungen schon ausgerechnet, wie viel Dollar 16, 18 oder 20 Prozent von der Rechnungssumme ausmachen. Wir geben meistens 20 Prozent.

Ähnlich wie Rosita und Wolfgang Heise in Charlotte die fehlende Gemütlichkeit durch diese Eile bemängeln, sehen wir es auch. Zur schnellen Abfütterung auf der Reise ok, zum Verweilen eher nicht geeignet.

Ein Kommentar zu “Das erste Mal… Essen gehen!

  1. Und dann mit einem Amerikaner in Deutschland essen gehen – der versteht die Welt nicht mehr, warum unsereins so lange – und gemütlich- am Tisch rumsitzt 😀

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