German Transfer


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In seinem Büchern „Silicon Valley“ und „Silicon Germany“ propagiert Christoph Keese die sogenannten Plattformbetreiber als zukünftige Gewinner allen wirtschaftlichen Treibens. Kunde einer solchen Plattform sind auch wir geworden, als wir den Transfer von Nordhorn nach Düsseldorf gebucht haben.

Herausforderung war der Transport einer vierköpfigen Familie mit Kindersitzen und mindestens acht großen Gepäckstücken, mit denen jeder Kombi überfordert ist. Nach einer kurzen Recherche bei Nordhorner Taxiunternehmen mussten wir feststellen, dass niemand ein passendes Fahrzeug sein Eigen nennen konnte bzw. uns zu einem akzeptablen Preis nach Düsseldorf fahren wollte.

In so einem Fall ist immer Google mein Freund. Ich suchte nach entsprechenden Unternehmen, fand jedoch nur Mittler – Websites, auf denen ich entsprechende Fahrten buchen konnte ohne zu wissen, wer letzten Endes mich fährt. Direkte Anbieter habe ich unter den ersten zwanzig Sucherergebnissen leider nicht gefunden. Schließlich fiel die Entscheidung für eine Buchung bei German Transfer, die uns Mario Makowski vom Fliegerflitzer aus Recklinghausen vermittelten.

Auf der Fahrt zum Flughafen befragte ich Makowski zu seinen Erfahrungen mit der Plattform. Er berichtete, dass er sich dort eigentlich nur angemeldet habe, um vielleicht die eine oder andere Leerfahrt füllen zu können. Die Bedingungen, unter denen man aufgenommen wird, sind schon sehr herausfordernd: Die angebotenen Fahrzeuge dürfen maximal drei Jahre alt sein und ein gewisse Kilometerleistung nicht überschreiten. Seine V-Klasse erfüllt als einziges Fahrzeug die geforderten Kriterien, und wird dementsprechend auf dem Portal als „Business-Klasse“ angeboten.

Die Hoffnung habe sich bisher allerdings nicht erfüllt. Leerfahrten können nicht gefüllt werden, überwiegend kommen Buchungen von ausländischen Reisenden, die vom Flughafen wegkommen wollen. Oder Urlauber wie wir, die ihren Transfer gebucht haben wollen.

Wir finden heraus, dass das Portal etwa zehn Prozent des Fahrpreises als Marge einbehält. Angesichts der 30 Prozent bei Apple oder neuerdings 50 Prozent anderer aktueller Plattformen erscheint das recht günstig. Ob Makowski Angst vor einer Preiserhöhung hat? Eher nicht, schließlich kooperiere er schon lange mit einer Reisebürokette, die ihm laufend Aufträge vermittelt. Außerdem habe er sich selbst ein so gutes Ranking bei Google erarbeitet, dass er bei Suchanfragen aus Nordrhein-Westfalen regelmäßig auf der ersten Trefferseite lande. Mit diesem Lokalgeschäft sei er quasi ausgebucht.

Also doch kein Siegeszug der Plattformbetreiber? In diesem Fall sicherlich nicht.

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