Telekommunikation und Technik

Eine dreimonatige Reise in die USA stellt heutzutage ganz andere Anforderungen an die mitzuführende Technik als der zweiwöchige Urlaub auf den Kanaren. Schließlich habe ich den Anspruch, Interviews mit ausgewanderten Grafschaftern oder amerikanischen Verlegern zu führen, zu filmen, zu fotografieren, zu bloggen. Die Daheimgebliebenen wollen vielleicht mal ein gesprochenes Statusupdate und den „Live“-Kontakt. Vieles von dem kann ich sicherlich mit meinem iPhone erledigen, aber die Ansprüche an das, was ginge, wachsen…

Der Standard: Stecker!

Zunächst einmal müssen wir in der Lage sein, die ganzen elektrischen Geräte auch zu betreiben. Einen Eurostecker kennen die Amerikaner nicht, außerdem haben sie nur 110 Volt Spannung in ihren Stromnetzen.

Für den fehlenden Eurostecker gibt es Adapter – schon bestellt und morgen geliefert. Mit der Spannung kommen die meisten Schaltnetzteile und Ladegeräte problemlos zurecht, da mache ich mir keine Sorgen. Außerdem habe ich mir noch ein USB-Ladegerät für vier Geräte mit amerikanischem Stecker bestellt – das spart Platz und dürfte einige Kabelsalate verhindern.

Der Fön lässt sich umstellen, nur die elektrische Zahnbürste „kann“ angeblich keine 110 V. Diverse Forenteilnehmer berichten aber darüber, dass das induktive Laden der „Oral B“ auch mit 110 Volt funktioniere, es dauere eben nur länger. Warten wir mal ab…

Telefonieren und Surfen

Vor acht Jahren hatten wir uns eine Prepaid-Telefonkarte gekauft, mit der wir nach Hause telefonieren konnten. Heute haben wir Smartphones. Gibt es da eine bequeme Möglichkeit, das eigene Smartphone „einfach so“ weiterzunutzen, ohne nach der einen richtigen amerikanischen SIM-Karte suchen zu müssen?

Die Antwort: kommt darauf an! Und zwar auf den Anbieter. Mein eigenes iPhone hat z.B. eine SIM-Karte von Vodafone drin. Jetzt biete Vodafone an, für nur knapp 5 Euro pro Monat (was aber auch für ein Jahr zu zahlen ist) den eigenen Vertrag in den USA zu nutzen, als wäre man in Deutschland. Also einfach hinfahren, in ein amerikanisches Vodafone-Netz einbuchen (AT&T als Roamingpartner sollte gehen), und schon das eigene Inklusivevolumen für Daten und Telefonie nutzen. Klingt einfach, ist es hoffentlich auch!

Meine Frau hat allerdings einen o2-Vertrag. Und deren Hotline rät ihr dazu, den eigenen Vertrag für die Abwesenheit ruhend zu stellen. Werden wir wohl machen und uns in den USA dann doch nach einer Prepaid-Karte für den Notfall umschauen.

Was natürlich immer geht: WLAN. Hoffentlich sind alle Campingplätze entsprechend ausgestattet…

Foto und Film

Klar, iPhone zum Knipsen und Filmen geht gut, Filme schneiden mit iMovie auf dem iPad habe ich auch schon erfolgreich gemacht. Aber mal ein Foto richtig komponieren, die Schärfeebene manuell bestimmen oder die Belichtungszeit variieren? Beim Filmen einen optischen Zoom verwenden und den Ton mit einem „echten“ Mikrofon aufnehmen? Das geht meiner Erfahrung nicht oder nur mit Haken und Ösen mit dem iPhone.

Meine alte Spiegelreflex (Nikon D70s) ist mir allerdings nicht mehr lichtstark genug, und so habe ich mir vor kurzem ein Modell aus der Sony-Alpha-7-Serie zugelegt. Die Kollegen schwärmen von den neuen Sonys, und nach dem ersten Wochenende in Hamburg, an dem ich die Alpha getestet habe, bin auch ich hin und weg. Die Videofunktionen sind so gut, dass ich guten Gewissens meinen HD-Camcorder zu Hause lassen kann.

Nachbearbeitung

Mein gesammeltes Material möchte ich gerne schon während der Reise nachbearbeiten. Nicht nur, um es direkt in diesem Blog zu verwenden, sondern auch, um nicht im Sommer die Arbeit zu haben, tausende Fotos sortieren zu müssen. Dazu nehme ich mein Microsoft Surface mit, das ich mit Lightroom zur Medienverwaltung und Premiere Elements zum Schneiden ausgestattet habe. Zwei externe Festplatten, die ich zusammen mit den Steckern bestellt habe, werden zur Datenhaltung und zum Backup der Daten eingesetzt werden.

Kaufbelege aufheben

Auf Nachfrage beim Zoll auf der „ABF“ in Hannover wurde mir geraten, die Kaufbelege für sämtliches technische Equipment mitzuführen. Das könnte ggf. Nachfragen bei Aus- und Einfuhr der Geräte besser beantworten und Missverständnissen vorbeugen. Meine nächsten Schritte werden also das Durchforsten der digitalen Archive nach den entsprechenden Rechnungen sein…

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